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Livia Alexa

"Born in the wrong century? - Millenium!"


Abitur

Dear Diary Posted on Wed, March 14, 2018 07:10PM

Der Stressfaktor des Jahres ist eindeutig das Abitur mit Höhen und Tiefen gewesen. Morgen muss ich zum Mündlichen, und damit zu meiner letzten Prüfung antreten.

“Guys???” schreibe ich an ein paar meiner Freunde. “Wie lief es?” Ich habe mehr Angst davor, dass diejenigen von ihnen, die noch Punkte brauchen, durchgefallen sind, als dass mir etwas passiert. Eine Pause entsteht und ich beginne Zuhause vor meinem Handy am Rad zu drehen, als endlich die Audionachricht von der Languste kommt. Panik bricht aus. 23 Sekunden entscheiden darüber, ob mein Tag gut, oder schlecht endet. Ich spiele sie ab. Erleichterung und Freunde! Die Languste hat bestanden, sogar mit mehr Punkten, als sie gebraucht hätte. Newton, die selbst ‘kein gutes Gefühl’ hatte, kommt mit einer glatten eins davon und auch der Franzose hat in Prüfung eins von zweien gut abgeschnitten. Die erste Panikwelle und das Bangen sind also zuende und ich kann mich entspannt auf den nächsten Tag vorbereichten, obohl ich absolut keine Ahnung habe, wie genau man sich auf Englisch mündlich vorbereitet. Never mind! Dann fällt das Gespräch auf Danny, die leider keine andere Wahl hat, als sich morgen in Geschichte prüfen zu lassen. Ich mache mir wieder Gedanken. Natürlich bekommt sie den einen Punkt, den sie braucht um nicht durchzufallen, aber aus irgendeinem Grund ist die Sorge trotzdem vorhanden. Warum mache ich mir darüber überhaupt Gedanken? Völlig ohne Grund sitze ich hier und gerate wegen anderer Leistungen in Panik. Ich will einfach, dass wir zusammen Abitur machen und dann sagen können “Wir haben es geschafft!”. Wie traurig wäre es, wenn einer von uns tatsächlich nicht diesen Erfolg feiern könnte? Aber das wird nicht passieren! Danny wird die Prüfung morgen rocken, ich werde hoffentlich die gewünschte Mindestpunktzahl erreichen und wir feiern dann gemeinsam am Abiball den Abschluss. “Sollte dir der werte Herr diesen einen Punkt nicht geben, bring ich ihn um!” kündige ich scherzhaft an und bringe damit die anderen zum Lächeln. Das ist die letzte Prüfung. Nie wieder werde ich an dieser, oder einer anderen Schule, Angst vor einem Test haben müssen. Der Gedanke stimmt mich dann doch sehr positiv und ich beschließe ruhig und gelassen zum mündlichen Abitur zu erscheinen. Danny und ich werden das morgen dann schon machen smiley.

Livia Alexa



lunch

Dear Diary Posted on Wed, March 14, 2018 03:17AM

“Wollen wir was spielen?” fragt Werther, während Danny Newtons Füße vom Stuhl klaubt, um sich setzen zu können und die Languste ihr Tablett mit Essen auf den Platz neben mir stellt. “Ich hasse Spiele!” sagt Newton, wärend ich leicht nicke und eine Pommes von Dannys Teller fische um mich dann doch dafür zu entscheiden einen Smoothie zu kaufen. Als ich zurück komme liegen Werthers Karten auf dem Tisch und der Rest der Gruppe ist nach überzogener Unterrichtsstunde auch endlich eingetroffen. Der Franzose diskutiert mit der Languste über irgendeine Kunststunde und ich bin bei kurzem Hinhören wieder einmal froh, Musik gewählt zu haben. “Also, was spielen wir jetzt?” frage ich Danny und Werther und stelle meinen Smoothie auf den Tisch, er geht einmal um und am Ende ist nur noch die Hälfte des Inhalts im Glas. Mit sarkastischem Blick hebe ich es an und beginne selbst davon zu trinken. “Lügen?” fragt die Languste und wir stimmen zu. Die Karten werden rumgerreicht, Danny beginnt. “Ich…” beginnt Newton und wird von dem Franzosen unterbrochen. “Du hasst Spiele, wissen wir!” alle lachen, während ich daran zweifle, dass die Languste den wahren Sinn des Spiels versteht. “Du sollst nicht einfach immer aufdecken!” versuche ich ihr genervt zu erklären, wärend die anderen immer noch lachen. “Ich weiß, aber ich bin schlecht und du bist scheiße!” antwortet die Languste, sodass auch ich lachen muss. Erinnert mich daran, nie wieder mit den Idioten ‘Lügen’ zu spielen…
Ein paar Runden später sitzen wir immer noch genauso da, als ich aufstehe um eine zu Rauchen. “Irgendjemand?” frage ich und schaue dabei nur die Languste an. Sie steht auf, um mit mir nach draußen zu gehen. Den Kommentar von Danny, “Wolltest du nicht aufhören?” höre ich nur noch halb. Die Languste und ich laufen rüber zum Raucher-Pavillion. So heißt an unserer Schule ein Unterstand, der vor ein paar Jahren errichtet, und irgendwann zum Raucher-Treffpunkt ernannt wurde. Danman steht auch gerade mit ein paar Kumpels zusammen, als wir ankommen. “Ich sage euch was, diese Lehrer würden auch hier runter kommen und nach Zigaretten fragen.” sagt die Languste und ich grinse bei der Vorstellung leicht. “Naja, nach einem Feuer hat ja schon der ein oder andere mal gefragt.” fügt Danman hinzu und bringt den Rest der Gruppe auch zum lächeln. Ja, schon seltsam zu wissen, dass das hier das letzte Jahr ist in dem ich die Möglichkeit habe mit der Languste und Danman hier zu rauchen. Mein Blick wandert zur Schule hoch und ich schüttele den Kopf. Nein, nochmal würde ich die vergangene Zeit nicht durchleben wollen, aber genial war sie trotzdem. Als die Languste und ich zurück ins Bistro laufen ist mein kurzer Anflug Nostalgie vorbei und wir lachen wieder mal über irgendeinen Schwachsinn. Kaum sitzen wir wieder klingelt es zum Ende der Pause und wir stehen alle von unserem, einen Tisch auf, um zum Unterricht zu gehen.