Der Busfahrer ist mit einer seine Tanz-Shows in der Nähe (also 120 km) von unserem Zuhause, also beschließt die ITlerin mit Yune und mir zu besagtem Ort zu fahren. Der Abend verlief schön, die Show war toll, bis wir wieder losfahren ist alles perfekt. Innerhalb des Ortes ist Festbeleuchtung, die ITlerin merkt erst als sie auf die Autobahn auffährt, dass unser Licht ausgefallen ist. Kurzerhand mit Warnblinker von der Autobahn runter gefahren und zurück zum Hotel, in dem der Busfahrer übernachtet. In der Zwischenzeit schnell Danny angerufen, die zum Glück auch dran ging, damit sie Yune und mich abholt. Danny fährt los, währenddessen bekommt der Busfahrer das Licht tatsächlich zum laufen und die ITlerin und Yune fahren zurück, während ich auf Danny warte, die ja bereits losgefahren ist. Eine gute Stunde später ist sie auch da und ich steige in ihr Auto, damit wir losfahren können. Ich wiederhole, innerhalb des Ortes ist es hell erleuchtet. Danny vergisst also das Licht anzuschalten und wir sind keine fünf Minuten unterwegs, da fallen wir in das Radar eines Polizeiwagens. Rechts ranfahren, Fenster runter. “Aussteigen, Führerschein, Fahrzeugpapiere!” schon der Tonfall des Mannes ist mir unsympathisch, aber gut wir steigen aus. Danny, in aller Eile losgefahren, hat auch noch ihre Papiere Zuhause gelassen. Wir erklären ihm: “Ich war hier die Show besuchen, wir hatten eine Panne, ich habe Danny angerufen, die mich abholen kam. Licht ist mittlerweile wieder repariert, meine Mum und meine Schwester sind schon nach Hause gefahren.” Er glaubt uns nicht. “Und da sind Sie 200 km gefahren…” 120, denke ich. “um ihre Freundin abzuholen?” Danny bestätigt. “Das klingt schon sehr kurios.” Danny ist den Tränen nahe. Der Polizist nimmt ihre Personalien auf, fragt drei Mal nach dem Geburtsjahr, und vier Mal nach der Hausnummer. An diesem Punkt stelle ich mir zum ersten Mal vor, wie das ganze von außen wohl aussieht. Ich halte ein Lachen zurück. Das ist kontraproduktiv, Livia! Dann der Schock. “Machen Sie den Kofferraum auf!” Tonfall unter aller Sau. Danny bricht in Tränen aus, ich bin total überfordert, trotzdem öffnet sie die Klappe und der Idiot, anders lässt sich das nun wirklich nicht mehr beschreiben, sucht nach Drogen. Welch Wunder, er findet keine. “Warum fangen Sie denn jetzt an zu heulen, was ist das für ein Gefühklsausbruch?!” Ob du behindert bist, habe ich gefragt! Nein, Livia, das ist auch kontraproduktiv. “Erste Kontrolle, 19, 120 km von Zuhause weg!” erklären wir. Es interessiert ihn wenig. “Ziehen Sie die Brille aus.” sagt er nur und untersucht Dannys Pupillen. Oh Wunder, er findet immer noch nichts! “Wollen Sie mir jetzt erzählen, worum es wirklich geht?!” Arsch! Also eigentlich, haben wir tonnenweise Drogen im Auto und wollten das schmuggeln, deshalb denken wir uns genau diese Geschichte aus, damit sie uns glauben!Sarkasmus ist wohl auch kontraproduktiv. “Das ist die Wahrheit!” Danny klingt aufgebracht, richtig verzweifelt. Ich versuche sie zu beruhigen. Der Polizist geht zu seinem Kollegen. “Warten Sie im Wagen.” gesagt, getan. “Ich lasse Sie mit einer Verwarnung davon kommen, machen Sie das Licht an, beruhigen Sie sich. Und Sie sind wirklich 200 km,” 120 du haarloser Affe! Nein Livia, kontraproduktiv. “gefahren, um ihre Freundin abzuholen…” Jaha! “Ist ja nett von Ihnen.” Tja, das nennt sich Freundschaft, ich weiß, das kennst du nicht. Der Streifenwagen fährt weg. Ich fange an zu lachen, immer noch kontraproduktiv, aber nicht mehr ganz so schlimm. Wir fahren los. Auf der halben Fahrt, nach ettlichen Aufregern über benannten Affen, fängt Danny an zu lachen. Es war Scheiße, aber doch auch witzig, nur nicht in dem Moment. Diese Stadt steht jetzt auf der Liste, mit einer anderen, aber davon erzähle ich dann ein anderes Mal.

Livia Alexa