Man könnte jetzt behaupte, dass nach dem Abitur eine Art Alltag eintritt und man beginnt einen neuen Tagesplan zu leben. Das mag für einige der Fall sein, für mich eher nicht!
Während ich also erstmal ein paar Tage nach dem Abiball (der Eintrag kommt noch irgendwannsmiley) wieder zur Schule fahre um mein Zeugnis ändern zu lassen (unsere Ex-Schule hat ein paar ganz spezielle organisatorische Genies da sitzen) muss ich mich erstmal mit einem der Lehrer meiner Schwester auseinandersetzen, weil die psychatrische Einrichtung und er offenbar unfähig sind sich auszutauschen… im 21. Jahrhundert… wir haben Telefone und so, das ist selbst bei mir angekommen. Nun ja, ich als Nicht-Erziehungsberechtigte habe natürlich keine Ahnung davon und darf auch keine Informationen weitergeben, davon abgesehen. Diskussion hin. Diskussion her. Langsam geht mir die ganze Sache mehr als nur auf die Nerven und ich verabschiede mich höflich. Mit Zwischenstop fahre ich wieder heim und versuche mich nicht aufzuregen. Warum eigentlich gibt es so viele Idioten auf deutschen Straßen? Davon abgesehen verlaufen meine Tage recht still… Die Nächte werden dafür gerne mal lang, wenn ich vor einer Serie, oder dem Chat mit meinen Freunden hänge. Meistens schreibe ich dann noch mit meiner Languste über ihren neusten Crush, oder darüber, wie sehr uns manche Situationen und Menschen nerven… Besagte Lehrer zum Beispiel. Manchmal geht die Sonne schon auf, wenn ich endlich einschlafe. Zum Glück ist es in den letzten Tagen wärmer geworden… Darüber freut sich mein Vitamin D-Speicher, meine Sonnenallergie allerdings nicht so, obwohl es bisher geht und ich mich nicht beschweren kann. Vielleicht ist alles in den letzten Tagen ein wenig verschwommen, weil ich lange im Bett liege und erst spät wieder hinein krieche, oder weil ich keinen wirklichen Tagesablauf habe, aber es ist auch um einiges ruhiger geworden nach dem Abitur. Meine Schwester scheint auch Fortschritte zu machen und ihr geht es endlich etwas besser. Sie hat Anschluss gefunden und scheint sich mit ihren neuen Freunden gut zu verstehen. Das ganze beruhigt mich sehr und nimmt mir einen Teil meiner Sorgen. Wahrscheinlich ist mein Leben momentan relativ unspektakulär, aber glaubt mir unspektakulär ist manchmal sehr viel angenehmer als alles andere. Langeweile kommt ohnehin nicht auf, immerhin gibt es noch eine ganze Menge zu tun. Momentan qäle ich mich um mein Zimmer herum. Das müsste dringend aufgeräumt werden… nur mein Schweinehund ist irgendwie dagegen.smiley Ich werde es dann wohl trotzdem morgen, oder am Freitag spätestens aufräumen. Es macht ja keinen Sinn davor wegzulaufen.

Und sonst gibt es eigentlich wirklich kaum Neues, und ich bringe momentan auch nicht die Energie auf, eine der ausstehenden Geschichten zu erzählen.

Livia Alexa