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Livia Alexa

"Born in the wrong century? - Millenium!"


Und dann waren wir in Aachen…

Dear Diary Posted on Mon, May 07, 2018 10:30AM

Im Vorraus dieses Eintrages ein großes Dankeschön an die Deutsche Bahn…

Jedes Jahr im Mai findet der Japan-Tag in Düsselsdorf statt und letztes Jahr hatte Danny mich und einige andere dann tatsächlich dazu überredet mit ihr gemeinsam hinzufahren, und sogar zu coslayn…

Alles verlief super, der Tag war zwar anstrengend, aber immerhin schön und wir hatten wirklich eine tolle Zeit. Als es dann auf Mitternacht zuging, da sollte nämlich unser Zug zurück fahren, liefen wir gemeinsam zum Bahnhof zurück und begaben uns auf Gleis 2… es sollte ein Fehler sein. Wir waren alle müde, ich besonders und es war eiskalt. Der Zug sollte zunächst gar nicht fahren. Allgemeine Panik brach aus. Dann sollte ein Ersatzzug fahren, via Gotham, wo wir hin mussten. Doch der hatte dann beinahe 45 Minuten Verspätung… Ich hatte schon ein mieses Gefühl, als wir schließlich einstiegen, und gab dieses auch kund. “Livia, du bist müde. Das wird schon alles!” Recall an mein vergangenes Ich: Tu es nichtg! Steige nicht in diesen Zug!… Doch zu spät. Wir saßen also im Zug und er fuhr zunächst auch in die richtige Richtung. Erst kurz vor der Endstation bemerkte ich, dass wir völlig falsch waren. Wir bekamen Panik, doch Danny beruhigte uns. “Keine Sorge, wir steigen aus und buchen den nächsten Zug zurück, sollten wir tatsächlich in Aachen ankommen.” Wir kamen in Aachen an…

Immer noch müde und frierend liefen wir in die Bahnhofshalle und an den Ticketschalter der DB. Doch es war bereits zwei Uhr früh und es sollte kein Zug mehr vor sechs fahren. Uns war kalt, einige von uns hatten durch das Cosplay bedingt nicht mal richtige Schuhe, oder eine lange Hose an, wir waren müde, mussten auf Toilette ( das Bahnhofs-WC war ebenfalls geschlossen), hatten Hunger und kein Geld…
Alles in allem eine ziemlich miese Situation.

Wir waren auch nicht die einzigen mit Zielort Gotham, die in Aachen gelandet waren. Es war nicht unsere Schuld, die Anzeige am Bahnhof hatte eindeutig unser Ziel angegeben gehabt. Aber es war nicht zu ändern, wir landeten dennoch in Aachen. Erst nach einiger Zeit begannen wir Witze zu machen. Ich rezitiere: “Eigentlich wollte ich nach Gotham, aber dann war ich in Aachen! Danke Deutsche Bahn!” Selbst die Polizisten, die zwei, oder drei mal an uns vorbei liefen fragten nicht und während eine Freundin von Danny ihren Vater anrief, machten irgendwelche Betrunkenen Werther an. “Hey, willst du mit uns einen Döner essen gehen?” Nein, wollte sie nicht! Es war immer noch kalt und wir waren immer noch müde. Dannys Freundin erreichte schließlich ihren Dad und der fuhr los, um uns abzuholen. Als er endlich da war, war es vier und wir quetschten uns zu siebt in ein Auto, das für fünf Personen konzepiert war, um eine Stunde auf der Autobahn zurückzufliegen… Endlich dort angelangt verabschiedeten My Dreyegg*, meine Languste, Danny, Werther und ich uns von den anderen und stiegen in Dannys Auto um. Erst um halb sieben waren wir schließlich bei ihr und fielen totmüde und durchgefrohren ins Bett.

Es war ein unendlich langer Tag mit einem schrecklichen Abenteuer und der Geburtsstunde ‘der Liste’, auf der alle Orte eingetragen wurden, die wir nie wieder besuchen würden.

#aberjetztsindwirinAachen

Liebe Grüße
Livia Alexa smiley



Momentaufnahme

Dear Diary Posted on Wed, April 11, 2018 11:14PM

Man könnte jetzt behaupte, dass nach dem Abitur eine Art Alltag eintritt und man beginnt einen neuen Tagesplan zu leben. Das mag für einige der Fall sein, für mich eher nicht!
Während ich also erstmal ein paar Tage nach dem Abiball (der Eintrag kommt noch irgendwannsmiley) wieder zur Schule fahre um mein Zeugnis ändern zu lassen (unsere Ex-Schule hat ein paar ganz spezielle organisatorische Genies da sitzen) muss ich mich erstmal mit einem der Lehrer meiner Schwester auseinandersetzen, weil die psychatrische Einrichtung und er offenbar unfähig sind sich auszutauschen… im 21. Jahrhundert… wir haben Telefone und so, das ist selbst bei mir angekommen. Nun ja, ich als Nicht-Erziehungsberechtigte habe natürlich keine Ahnung davon und darf auch keine Informationen weitergeben, davon abgesehen. Diskussion hin. Diskussion her. Langsam geht mir die ganze Sache mehr als nur auf die Nerven und ich verabschiede mich höflich. Mit Zwischenstop fahre ich wieder heim und versuche mich nicht aufzuregen. Warum eigentlich gibt es so viele Idioten auf deutschen Straßen? Davon abgesehen verlaufen meine Tage recht still… Die Nächte werden dafür gerne mal lang, wenn ich vor einer Serie, oder dem Chat mit meinen Freunden hänge. Meistens schreibe ich dann noch mit meiner Languste über ihren neusten Crush, oder darüber, wie sehr uns manche Situationen und Menschen nerven… Besagte Lehrer zum Beispiel. Manchmal geht die Sonne schon auf, wenn ich endlich einschlafe. Zum Glück ist es in den letzten Tagen wärmer geworden… Darüber freut sich mein Vitamin D-Speicher, meine Sonnenallergie allerdings nicht so, obwohl es bisher geht und ich mich nicht beschweren kann. Vielleicht ist alles in den letzten Tagen ein wenig verschwommen, weil ich lange im Bett liege und erst spät wieder hinein krieche, oder weil ich keinen wirklichen Tagesablauf habe, aber es ist auch um einiges ruhiger geworden nach dem Abitur. Meine Schwester scheint auch Fortschritte zu machen und ihr geht es endlich etwas besser. Sie hat Anschluss gefunden und scheint sich mit ihren neuen Freunden gut zu verstehen. Das ganze beruhigt mich sehr und nimmt mir einen Teil meiner Sorgen. Wahrscheinlich ist mein Leben momentan relativ unspektakulär, aber glaubt mir unspektakulär ist manchmal sehr viel angenehmer als alles andere. Langeweile kommt ohnehin nicht auf, immerhin gibt es noch eine ganze Menge zu tun. Momentan qäle ich mich um mein Zimmer herum. Das müsste dringend aufgeräumt werden… nur mein Schweinehund ist irgendwie dagegen.smiley Ich werde es dann wohl trotzdem morgen, oder am Freitag spätestens aufräumen. Es macht ja keinen Sinn davor wegzulaufen.

Und sonst gibt es eigentlich wirklich kaum Neues, und ich bringe momentan auch nicht die Energie auf, eine der ausstehenden Geschichten zu erzählen.

Livia Alexa



Dinge, die bei einer Polizeikontrolle kontraproduktiv sind

Dear Diary Posted on Mon, March 19, 2018 03:13AM

Der Busfahrer ist mit einer seine Tanz-Shows in der Nähe (also 120 km) von unserem Zuhause, also beschließt die ITlerin mit Yune und mir zu besagtem Ort zu fahren. Der Abend verlief schön, die Show war toll, bis wir wieder losfahren ist alles perfekt. Innerhalb des Ortes ist Festbeleuchtung, die ITlerin merkt erst als sie auf die Autobahn auffährt, dass unser Licht ausgefallen ist. Kurzerhand mit Warnblinker von der Autobahn runter gefahren und zurück zum Hotel, in dem der Busfahrer übernachtet. In der Zwischenzeit schnell Danny angerufen, die zum Glück auch dran ging, damit sie Yune und mich abholt. Danny fährt los, währenddessen bekommt der Busfahrer das Licht tatsächlich zum laufen und die ITlerin und Yune fahren zurück, während ich auf Danny warte, die ja bereits losgefahren ist. Eine gute Stunde später ist sie auch da und ich steige in ihr Auto, damit wir losfahren können. Ich wiederhole, innerhalb des Ortes ist es hell erleuchtet. Danny vergisst also das Licht anzuschalten und wir sind keine fünf Minuten unterwegs, da fallen wir in das Radar eines Polizeiwagens. Rechts ranfahren, Fenster runter. “Aussteigen, Führerschein, Fahrzeugpapiere!” schon der Tonfall des Mannes ist mir unsympathisch, aber gut wir steigen aus. Danny, in aller Eile losgefahren, hat auch noch ihre Papiere Zuhause gelassen. Wir erklären ihm: “Ich war hier die Show besuchen, wir hatten eine Panne, ich habe Danny angerufen, die mich abholen kam. Licht ist mittlerweile wieder repariert, meine Mum und meine Schwester sind schon nach Hause gefahren.” Er glaubt uns nicht. “Und da sind Sie 200 km gefahren…” 120, denke ich. “um ihre Freundin abzuholen?” Danny bestätigt. “Das klingt schon sehr kurios.” Danny ist den Tränen nahe. Der Polizist nimmt ihre Personalien auf, fragt drei Mal nach dem Geburtsjahr, und vier Mal nach der Hausnummer. An diesem Punkt stelle ich mir zum ersten Mal vor, wie das ganze von außen wohl aussieht. Ich halte ein Lachen zurück. Das ist kontraproduktiv, Livia! Dann der Schock. “Machen Sie den Kofferraum auf!” Tonfall unter aller Sau. Danny bricht in Tränen aus, ich bin total überfordert, trotzdem öffnet sie die Klappe und der Idiot, anders lässt sich das nun wirklich nicht mehr beschreiben, sucht nach Drogen. Welch Wunder, er findet keine. “Warum fangen Sie denn jetzt an zu heulen, was ist das für ein Gefühklsausbruch?!” Ob du behindert bist, habe ich gefragt! Nein, Livia, das ist auch kontraproduktiv. “Erste Kontrolle, 19, 120 km von Zuhause weg!” erklären wir. Es interessiert ihn wenig. “Ziehen Sie die Brille aus.” sagt er nur und untersucht Dannys Pupillen. Oh Wunder, er findet immer noch nichts! “Wollen Sie mir jetzt erzählen, worum es wirklich geht?!” Arsch! Also eigentlich, haben wir tonnenweise Drogen im Auto und wollten das schmuggeln, deshalb denken wir uns genau diese Geschichte aus, damit sie uns glauben!Sarkasmus ist wohl auch kontraproduktiv. “Das ist die Wahrheit!” Danny klingt aufgebracht, richtig verzweifelt. Ich versuche sie zu beruhigen. Der Polizist geht zu seinem Kollegen. “Warten Sie im Wagen.” gesagt, getan. “Ich lasse Sie mit einer Verwarnung davon kommen, machen Sie das Licht an, beruhigen Sie sich. Und Sie sind wirklich 200 km,” 120 du haarloser Affe! Nein Livia, kontraproduktiv. “gefahren, um ihre Freundin abzuholen…” Jaha! “Ist ja nett von Ihnen.” Tja, das nennt sich Freundschaft, ich weiß, das kennst du nicht. Der Streifenwagen fährt weg. Ich fange an zu lachen, immer noch kontraproduktiv, aber nicht mehr ganz so schlimm. Wir fahren los. Auf der halben Fahrt, nach ettlichen Aufregern über benannten Affen, fängt Danny an zu lachen. Es war Scheiße, aber doch auch witzig, nur nicht in dem Moment. Diese Stadt steht jetzt auf der Liste, mit einer anderen, aber davon erzähle ich dann ein anderes Mal.

Livia Alexa



Nochmals Danke

Dear Diary Posted on Thu, March 15, 2018 11:49PM

Nachdem ich es dann heute tatsächlich geschafft habe mein Abitur zu bestehen und die mündliche Prüfung hinter mich zu bringen, wollte ich nochmal kurz innehalten um mich zu bedanken. Für den ein oder anderen wird dies einer Wiederholung gleich kommen, aber es ist mir sehr wichtig, mich bei diesen besonderen Menschen noch einmal zu bedanken.
Danke an die ITlerin, die mich in den letzten Jahren unterstützt hat, wo es nur ging und mich immer wieder aufgebaut hat, wenn ich mal mit einer ‘miesen Note’ nach Hause kam. Außerdem gehört ein kleiner Bruchteil meines Abiturs dir (ich sag nur Facharbeit).
Danke an den Busfahrer, der mir diese Zeit, mit meinen Freunden, über einige Ecken erst ermöglicht hat, und immer stolz auf mich war, egal was für Noten ich hatte. Euch war es egal, wie gut oder schlecht ich war, ihr habt immer an das Beste in mir geglaubt und mich immer unterstützt.

Danke an Yune, die es während der letzten paar Jahre, trotz mancher Auseinandersetzungen, geschafft hat, mich regelmäßig auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen, und darüber hinaus mir Luft zum Atmen gab, wenn ich in Klausuren und Schulstress zu ertrinken schien.

Danke an meine Freunde, und ja ich weiß, ihr könnt es vermutlich nicht mehr hören, aber seid mir nicht böse, wenn ich es doch noch einmal wiederhole. Ohne euch wären die letzten Jahre unerträglich gewesen. Warum? Weil eure Ehrlichkeit, euer Humor, eure Treue und euer großes Herz mich zu einem besseren Menschen machen.

Danke Newton, weil du die einzige zu sein scheinst, die versteht, warum ich mich über 12, oder 13 Punkte aufrege; weil du mir immer zugehört hast (selbst als ich nur eine komische Fremde war, die dir ihre gesamt Lebensgeschichte erzählte); weil du es fertig bringst mich zu verstehen und meine Sorgen immer ernst genommen hast; weil du mit mir nach Coutance gefahren bist; weil du immer einen guten Rat (selbst bei völliger Ahnungslosigkeitsmiley) parat hast; weil du einen mit deinem Lächeln überraschst und glücklich machst; weil du einfach weißt weshalb es mir wieder mal mies geht und mein gejammer hinnimmst; weil du mich mit deinem Gesang immer wieder umhaust; weil du zu gut für diese Welt und ein großartiger Mensch bist.

Danke an meine Languste, weil du es schaffst mich IMMER zum lachen zu bringen; weil du es geschafft hast, dass wir Freunde wurden (obwohl wir uns zu Beginn hasstensmiley); weil du ein riesiges Herz hast; weil du dich über meine “first-world-problems” lustig machst; weil du raus kommst, nachts um drei, wenn ich vor deiner Tür stehe und eine Umarmung brauche; weil du die besten Umarmungen gibst; weil du so viel schlauer bist, als du vorgibst zu sein; weil du mit mir über jeden, ich meine JEDEN Scheiß lachst; weil du mit mir nachts noch stundenlang Konversationen führst, ob per WhatsApp, oder auf Dannys Terrasse; weil du lachst, und dein Lachen anderen das Herz erwärmt.

Danke dem Franzosen, weil du es schaffst, mich zu akzeptieren, obwohl ich völlig bescheuert bin; weil du meine Sprüche konterst, ohne mit der Wimper zu zucken; weil du lauter bist, als ich je erwartete; weil du mich um Rat fragst, obwohl ich keine Ahnung habesmiley; weil du mich Schatziii nennst, und es auch so meinst; weil du uns ergänzt; weil du crazy bist, und so unscheinbar wirkst; weil du dümmer tust, als du bist; weil du uns mittlerweile auch einfach unterbrichst; weil du mich lieb hast, und mir das viel bedeutet.

Danke Danny, weil du mich anschnauzt, wenn es mal an der Zeit dafür ist; weil du mir ein zweites Zuhause gegeben hast; weil du mir sagst, dass ich etwas schaffen kann, wenn es auch wirklich so ist; weil du über meine zeitweilige Unfähigkeit Emotionen zu verstehen hinwegschaust und mich immer wieder aufs neue aufklärst; weil du mich manchmal nervst, mit deinen Obsessionen; weil du mich dazu genötigt hast mit auf den Japan-Day zu gehen; weil du uns irgendwie alle erstmal zusammengebracht hastsmiley; weil du mir jeden Tag neue Seiten der Welt aufzeigst, von denen ich noch nichts wusste und uns alle damit zu offeneren Menschen machst.

Danke Werther, weil du mir weiterhin deine Witze erzählst, über die ich nie lache, weil ich weiß, dass du mir dafür genug traust; weil du 2,5 Jahre mein Geschwafel in Deutsch ertragen hast; weil es niemanden gibt, der Faust so gut zusammenfasst wie du; weil du seltsame Umarmungen gibst, die trotzdem sehr schön sind; weil du irre bist und liebenswürdig, auf deine ganz eigene Art und Weise; weil du anders bist, und mir damit zeigst, dass es mehrere Wege gibt zu leben; weil du weinst, wenn ich versuche dir zu helfen, weil es ehrlich ist und mich berührt (auch wenn das nie so rüberkommtsmiley); weil du ein Genie bist, in allem was du auf deine Art tust.

Danke an meinen Meeresstern, weil du immer zu genau dem richtigen Zeitpunkt mit mir telefonierst; weil du mich immer noch leiden kannst, nach neun Jahren; weil du meine Kindheit besser erscheinen lässt; weil du schon so lange Teil meines Lebens bist; weil du der erste Mensch warst, der meine Leidenschaft für Harry Potter teilte; weil du mich nie verurteilst; weil du mir vertraust; weil du mir Glücksdrachen schickst, die wirklich Glück bringensmiley; weil du für eine lange Zeit die einzige warst, die mich verstanden hat und du die Welt jeden Tag zu einem besseren Ort machst.

Danke Maggy; weil du das hier vermutlich nicht lesen willst; weil du nicht geweint hast, als ich ging, weil du wusstest wir sehen uns wieder; weil du 70% meines Nachrichtenspeichers einnimmst; weil wir über alles reden können, ohne dass es peinlich wird; weil du um sechs Uhr morgens genauso kreativ und bescheurt bist wie ich; weil du die selbe Schüssel, sogar die selbe Kuh hast, wie ich; weil du uns genauso feierst wie ich; weil du immer an meiner Seite bist; weil du manchmal ein Arsch bist, und es auch so meinst; weil du immer ehrlich zu mir bist; weil du ein Teil meiner Familie bist; weil wir den größten Schwachsinn und Scheißdreck zusammen durchgemacht haben; weil du mich in den Wald geschleppt hast (du weißt schon, damals 2014smileysmiley); weil du Angst hattest, meine Idioten nicht zu mögen; weil du Alltag für mich bist und ich immer auf dich zählen kann; weil ich weiß, dass wir uns mindestens drei Mal im Jahr sehen; weil du mir um vier Uhr morgens versuchst ‘Polnisch’ beizubringen; weil du mein altes Bett genaus gehasst hast wie ich; weil du mich immer glücklich machst und jede Sekunde mit dir für immer in mein Gedächnis eingebrannt ist; weil wir uns nicht verloren haben, trotz tausender Kilometer dazwischen; weil du DU bist und ich ohne dich nicht der Mensch wäre, der ich bin.

Vermutlich ist dieser Eintrag vor Kitsch nur so aufgeladen, und ich kann verstehen, weshalb einige jetzt zur Toilette rennen, um sich zu übergeben, aber ich wollte es einmal niedergeschrieben haben, um es festzuhalten. Den Text widme ich euch, selbst wenn ihr es nicht wollt.

Ich liebe Euch

Livia Alexa



Abitur

Dear Diary Posted on Wed, March 14, 2018 07:10PM

Der Stressfaktor des Jahres ist eindeutig das Abitur mit Höhen und Tiefen gewesen. Morgen muss ich zum Mündlichen, und damit zu meiner letzten Prüfung antreten.

“Guys???” schreibe ich an ein paar meiner Freunde. “Wie lief es?” Ich habe mehr Angst davor, dass diejenigen von ihnen, die noch Punkte brauchen, durchgefallen sind, als dass mir etwas passiert. Eine Pause entsteht und ich beginne Zuhause vor meinem Handy am Rad zu drehen, als endlich die Audionachricht von der Languste kommt. Panik bricht aus. 23 Sekunden entscheiden darüber, ob mein Tag gut, oder schlecht endet. Ich spiele sie ab. Erleichterung und Freunde! Die Languste hat bestanden, sogar mit mehr Punkten, als sie gebraucht hätte. Newton, die selbst ‘kein gutes Gefühl’ hatte, kommt mit einer glatten eins davon und auch der Franzose hat in Prüfung eins von zweien gut abgeschnitten. Die erste Panikwelle und das Bangen sind also zuende und ich kann mich entspannt auf den nächsten Tag vorbereichten, obohl ich absolut keine Ahnung habe, wie genau man sich auf Englisch mündlich vorbereitet. Never mind! Dann fällt das Gespräch auf Danny, die leider keine andere Wahl hat, als sich morgen in Geschichte prüfen zu lassen. Ich mache mir wieder Gedanken. Natürlich bekommt sie den einen Punkt, den sie braucht um nicht durchzufallen, aber aus irgendeinem Grund ist die Sorge trotzdem vorhanden. Warum mache ich mir darüber überhaupt Gedanken? Völlig ohne Grund sitze ich hier und gerate wegen anderer Leistungen in Panik. Ich will einfach, dass wir zusammen Abitur machen und dann sagen können “Wir haben es geschafft!”. Wie traurig wäre es, wenn einer von uns tatsächlich nicht diesen Erfolg feiern könnte? Aber das wird nicht passieren! Danny wird die Prüfung morgen rocken, ich werde hoffentlich die gewünschte Mindestpunktzahl erreichen und wir feiern dann gemeinsam am Abiball den Abschluss. “Sollte dir der werte Herr diesen einen Punkt nicht geben, bring ich ihn um!” kündige ich scherzhaft an und bringe damit die anderen zum Lächeln. Das ist die letzte Prüfung. Nie wieder werde ich an dieser, oder einer anderen Schule, Angst vor einem Test haben müssen. Der Gedanke stimmt mich dann doch sehr positiv und ich beschließe ruhig und gelassen zum mündlichen Abitur zu erscheinen. Danny und ich werden das morgen dann schon machen smiley.

Livia Alexa



lunch

Dear Diary Posted on Wed, March 14, 2018 03:17AM

“Wollen wir was spielen?” fragt Werther, während Danny Newtons Füße vom Stuhl klaubt, um sich setzen zu können und die Languste ihr Tablett mit Essen auf den Platz neben mir stellt. “Ich hasse Spiele!” sagt Newton, wärend ich leicht nicke und eine Pommes von Dannys Teller fische um mich dann doch dafür zu entscheiden einen Smoothie zu kaufen. Als ich zurück komme liegen Werthers Karten auf dem Tisch und der Rest der Gruppe ist nach überzogener Unterrichtsstunde auch endlich eingetroffen. Der Franzose diskutiert mit der Languste über irgendeine Kunststunde und ich bin bei kurzem Hinhören wieder einmal froh, Musik gewählt zu haben. “Also, was spielen wir jetzt?” frage ich Danny und Werther und stelle meinen Smoothie auf den Tisch, er geht einmal um und am Ende ist nur noch die Hälfte des Inhalts im Glas. Mit sarkastischem Blick hebe ich es an und beginne selbst davon zu trinken. “Lügen?” fragt die Languste und wir stimmen zu. Die Karten werden rumgerreicht, Danny beginnt. “Ich…” beginnt Newton und wird von dem Franzosen unterbrochen. “Du hasst Spiele, wissen wir!” alle lachen, während ich daran zweifle, dass die Languste den wahren Sinn des Spiels versteht. “Du sollst nicht einfach immer aufdecken!” versuche ich ihr genervt zu erklären, wärend die anderen immer noch lachen. “Ich weiß, aber ich bin schlecht und du bist scheiße!” antwortet die Languste, sodass auch ich lachen muss. Erinnert mich daran, nie wieder mit den Idioten ‘Lügen’ zu spielen…
Ein paar Runden später sitzen wir immer noch genauso da, als ich aufstehe um eine zu Rauchen. “Irgendjemand?” frage ich und schaue dabei nur die Languste an. Sie steht auf, um mit mir nach draußen zu gehen. Den Kommentar von Danny, “Wolltest du nicht aufhören?” höre ich nur noch halb. Die Languste und ich laufen rüber zum Raucher-Pavillion. So heißt an unserer Schule ein Unterstand, der vor ein paar Jahren errichtet, und irgendwann zum Raucher-Treffpunkt ernannt wurde. Danman steht auch gerade mit ein paar Kumpels zusammen, als wir ankommen. “Ich sage euch was, diese Lehrer würden auch hier runter kommen und nach Zigaretten fragen.” sagt die Languste und ich grinse bei der Vorstellung leicht. “Naja, nach einem Feuer hat ja schon der ein oder andere mal gefragt.” fügt Danman hinzu und bringt den Rest der Gruppe auch zum lächeln. Ja, schon seltsam zu wissen, dass das hier das letzte Jahr ist in dem ich die Möglichkeit habe mit der Languste und Danman hier zu rauchen. Mein Blick wandert zur Schule hoch und ich schüttele den Kopf. Nein, nochmal würde ich die vergangene Zeit nicht durchleben wollen, aber genial war sie trotzdem. Als die Languste und ich zurück ins Bistro laufen ist mein kurzer Anflug Nostalgie vorbei und wir lachen wieder mal über irgendeinen Schwachsinn. Kaum sitzen wir wieder klingelt es zum Ende der Pause und wir stehen alle von unserem, einen Tisch auf, um zum Unterricht zu gehen.



7 minutes in heaven

Dear Diary Posted on Tue, March 13, 2018 02:06AM

Wenn die Languste und ich mal wiede Nachts schreiben entstehen die seltsamsten Konversationen und Schnappsideen.

“Stell dir vor, wir wären wirklich zusammen und würde dich bei anderen Leuten vorstellen. “Hey, darf ich dich mit meiner Languste bekannt machen?”” sage ich und fange gleich an zu lachen. Die Languste nimmt eine Audio auf, und ich weiß schon halb wo das enden wird. “Ey, können wir bitte zusammen sein! Ich will, dass du mich so vorstellst…” unter ihrem Lachen verstehe ich kaum ein Wort. Okay. Wir sind jetzt zusammen. Gesagt, getan. Schnell komme ich auch noch auf die Idee meinen Facebookstatus zu ändern. “Livia Alexa ist in einer Beziehung mit der Languste!” heißt es da und ich beginne ziemlich heftig zu lachen. Wie bescheuert sind wir zusammen eigentlich? Aber hey, ich und meine Languste verstehen uns eben. Wir beide kriegen uns kaum noch ein vor lachen, als ich die Statusmeldung wieder entferne, nur um keine Verwirrung zu verursachen. “Du hast dich von mir getrennt!” sagt die Languste und ich kann einfach nicht aufhören zu lachen. “Ja, wie soll ich das bitte meinen Eltern erklären?” frage ich sie etwas ruhiger und sie stimmt mir zu. “Das waren sieben Minuten im Himmel!” erläutert sie und ich sehe kurz nach. Wir waren, laut Facebook, tatsächlich genau sieben Minuten zusammen. Wieder lache ich. “Ach was, wir sind nicht getrennt, wir behalten es nur für uns, damit es spannender wird!” sage ich und mittlerweile schmerzt mein Bauch. Ein cooles Paar wären wir bestimmt, die Languste und ich, aber dann wiederum hatten wir nicht gerade die besten Erfahrungen, mit Beziehungen im Freundeskreis und ich gestehe mir ein, dass es alles auch nun wirklich ein guter Scherz war. “Da steht, wir sind getrennt voneinander!” sagt die Languste. “Was ist mit ihnen passiert?” lacht sie und ich fange schon wieder an zu lachen… Wie kamen wir darauf überhaupt? Diese ganze Suche nach dem passenden
alias bringt mich und die anderen auf die idiotischsten Gedanken. Mit
Klarnamen wäre uns das nicht passiert, nein, dafür haben wir jetzt einen
neuen Running Gag. “Beziehungen, die aus Freundschaften entstehen, sind
die schönsten.” weiht mich die Languste ein. Ich stimme zu. Ja ja, die sieben Minuten, als ich mit meiner Languste zusammen war. Es waren wunderbare sieben Minuten! smiley

Livia Alexa



Die Gelegenheitssäufer

Dear Diary Posted on Tue, March 13, 2018 01:34AM

Die Oberstufe bringt bei allem Stress und Zeitmangel auch einige gute Dinge mit sich. Für mich waren es neue, sehr gute Freunde und ein Ritual, von dem ich nicht weiß, ob ich stolz drauf sein soll, oder nicht.

“Wir müssen ein GHS-Treffen machen!” sagt die Languste, als ich neben ihr im Bistro unserer Schule sitze. Allgemeine Zustimmung. Ich schaue sie verwirrt an. “Was ist denn bitte GHS?” frage ich stirnrunzelnd und sehe in die Runde. Newton zuckt mit den Schultern, während die Languste und Danny anfangen zu grinsen. “Na Gelegenheitssäufertreffen!” antwortet Danny und ich schüttele den Kopf. “Seit wann gibt es eine Abkürzung?” frage ich, nicht weniger verwirrt als vorher. “Seit fast einem Jahr.” antwortet die Languste und sieht mich nun zweifelnd an, so als hätte ich den Hurricain nicht mitbekommen, der über unsere Köpfe hinwegzog. “Ich wusste davon auch nichts.” klärt mich Newton auf und jetzt lächele ich. Sowohl Newton, als auch ich waren seit dem ersten Treffen dabei und nun bekommen wir nicht mit, dass es eine Abkürzung gibt. “Naja, wenn das so ist, stimme ich dem Vorschlag natürlich auch zu.” ergänze ich die eigentliche Frage. Schnell wird abgemacht bei wem wir uns Treffen und zusammensitzen. Schnell wird klar, dass es wieder mal bei Danny endet. Unsere Wege trennen sich für den Rest des Schultags und ich fahre auf dem Heimweg am Lidl vorbei, um eine flasche Sekt und eine Tüte Chips zu holen.
Ein paar Tage später klingelt es an der Tür. Die Languste wartet im Auto auf mich und ich lasse mich mit Sekt, Chips und einer Tasche mit Klamotten und Handyladekabeln auf den Platz neben ihr fallen. “Ich habe mich total auf heute und euch gefreut.” kommt es aus meinem Mund und die Languste nickt und legt sich mit ihrem Kleinstwagen voll in die Kurve. “Der Sekt platzt.” sage ich, aber sie grinst nur und sagt mir ich soll still sein. Also bin ich still und lache nur vor mich hin. Als wir in Gotham halten, um Newton abzuholen strahlt sie uns entgegen. Etwas, dass für Newton eher untypisch ist. Sie steigt zu und wir fahren weiter. “Ich habe Zigaretten dabei.” informiere ich den Wagen und die Languste nickt grinsend. “Wolltest du nicht aufhören zu rauchen?” kommt der obligatorische Kommentar von Newton und es folgt irgendeine Konstruktion mit “Ja, aber…” ich suche nach Ausreden. Wir alle wissen, dass ich nicht aufhören werde, keiner spricht es aus. Bei Danny angekommen laden wir die Klamotten in ihr Zimmer und machen es uns auf der Couch im Wohnzimmer bequem. Die erste Flasche wird geöffnet, eine Runde wird ausgeschenkt und wir beginnen zu reden. Über Gott und die Welt, aber vor allem über die Dinge die uns aufregen, oder runter ziehen und irgendwann änden wir dann immer beim Thema Eltern, ins Besondere beim Thema Väter. Einer weint. Diesmal bin es nicht ich. Man möchte jetzt meinen, dass es traurig klingt, aber den Großteil des Abends haben wir Spaß, außerdem ist mittlerweile auch die dritte Flasche Sekt geleert und außer Danny, sind wir alle gut angeheitert, und emotional. Ich liebe den Abend. Wir sitzen zusammen, verbringen Zeit und reden. Und ich will nicht, dass er endet, als Danny beschließt, viel zu früh (also gegen 2 Uhr morgens) ins Bett zu gehen. Meistens ist Newton zu diesem Zeitpunkt schon abgeholt worden und die Languste und ich bleiben allein zurück auf der Terrasse, am Rauchen, Reden und Trinken. Manchmal in Begleitung von Danman*, Dannys kleinem Bruder. Wir spielen Karten, oder hören Musik und verbringen so die Zeit, bis die Sonne schon am Himmel zu sehen ist. Es ist kalt, doch das ist uns auch egal, denn es ist einfach ein schönes Zusammensitzen und die Languste und ich sprechen Dinge aus, die ich sonst nie sagen würde. Das ich sie liebe, zum Beispiel. Nur leider geht auch diese Zeit bald vorbei und wir gehen rein, um uns entweder tatsächlich schlafen zu legen, oder darauf zu warten, dass der Alkohol langsam aus unseren Körpern verschwindet. Irgendwann frühstücken wir, und an manchen Tagen sehen wir Danny tatsächlich noch, bevor wir fahren. An den meisten hinterlassen wir einen Zettel zum Abschied und fahren gemeinsam heim. Als ich endlich in mein Bett falle, merke ich, dass genau diese Abende und diese Leute mein Leben so unbezahlbar und wunderschön machen. Dann schlafe ich übermüdet ein.

Livia Alexa

*Alle Namen wurden von der Redaktion geändert und tauchen hier nur als alias auf.



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